Was haben Weltgeschichte und Ahnen mit dem eigenen Leben zu tun? 

Welche Spuren hinterlassen Erfahrungen in uns? 

Was ist der Sinn des Lebens?

 

Diesen elementaren Fragen stellen sich die AkteurInnen des Theaters „vonwegen“:

Sie kommen bei näherer Betrachtung auf so manche (un)liebsamen Gewohnheiten und Schwierigkeiten, denen man im Leben ausgesetzt ist. Sei es ein erster Abnabelungsprozess der Eltern von der Tochter, sei es die Suche nach der eigenen Identität. Oder die Sehnsucht, das Leben möge einem auch im Alter „die Welt offen halten“.

 

Seien Sie gespannt auf ein zugleich humorvolles und ernstes Stück „Spuren“ zwischen Geschichte und Geschichten!

 

In diesem Jahr präsentiert das 2011 gegründete Theater der Generationen „vonwegen e.V.“ seine 5te Inszenierung. Das in den letzten Jahren gewachsene Ensemble besteht aus festen und neu hinzugekommenen Mitgliedern, die sich neben Schule / Beruf / Ruhestand immer wieder neu auf unterschiedliche und herausfordernde Rollen einlassen.

 

Basis der Zusammenarbeit bildet dabei eine sich wertschätzende und inspirierende Gemeinschaft von Menschen im Alter zwischen 14 und 70 Jahren, die gemeinsam mit der Theater- & Tanzpädagogin Andrea Brunner dieses Stück erarbeitet haben.

 

AkteurInnen:

Matthias Braun / Antje Fritz / Malwine Karl / Manfred Kohrs / Eric Lange / Amelie Mennen / Hartmut Pfeiffer / Heidi Pfeiffer / Brigitte Prüsse / Ingrid Schluck / Corinna Sutter / Nico Wiedemann

 

Inszenierung:

Andrea Brunner

 

Stück:

Ensemble / Andrea Brunner / Carlos Goeschel



Väter


das kleine Glück

 

Zwei Frauen treffen zufällig an einem Bahnhof aufeinander. Die eine ist mit ihren Erinnerungen an ihre verstorbene Freundin beschäftigt. Die Jüngere, in Gedanken bei einer gerade gescheiterten Liebe, will endlich alleine verreisen. Der Zug fährt ein und die Situation ändert sich völlig...

 

Schauspieler: Heide von der Höh, Malwine Karl 

Inszenierung: Andrea Brunner, Tanz- & Theaterpädagogin 

 

Aufführung: 20.06.2013 um 16:00 Uhr 


Was das Leben (noch) bereithält

Auf der Suche nach ihrer weiblichen Identität oder das, was noch davon übrig ist, treffen sich 11 alleinstehende Frauen, im Alter zwischen 18 und 88, in einem Chatroom für alleinstehende Frauen, den "Chat-Ladies". 

Ausgetauscht wird dort alles - von Kindheitserinnerungen, Geschichten vom ersten Kuss, unerfüllte Sehnsüchte, bis hin zu Haushaltsrezepten. Doch irgendwann genügt diese Art der virtuellen Kommunikation nicht mehr: Die Frauen fühlen sich zunehmend einsam in ihrer jetzigen Lebenssituation. Sie beschließen, eine Wohngemeinschaft der Generationen zu gründen. Ein erstes Treffen in einem Stadtcafé allerdings bringt Erstaunliches zu Tage...

 

Aufführung: 18.10.2013 um 16:00 Uhr

Teilnehmerinnen:

5 Seniorinnen des Seniorenzentrums Weststadt

1 Pfleger des Seniorenzentrums Weststadt

5 Schülerinnen der Realschule Klösterle

1 Klassenlehrerin der Realschule Klösterle

Inszenierung: Andrea Brunner, Tanz- & Theaterpädagogin



Speisen mit Weisen

Die zweite Produktion, ein ungewöhnliches Projekt, ein Plädoyer für den Dialog:

 

In einer Welt voller Lügen und Verwirrung ist die Orientierung verloren gegangen. Wo liegt in all der Informationsflut die Wahrheit, die Wahrheit für den Weg des eigenen Lebens? Auf der Suche nach einer Antwort werden die alten Weisen aus ihrem dornröschenartigen Schlaf geweckt. Sie sollen sie kennen, oder zumindest suchen, die Wahrheit. Wie groß ist aber die Überraschung, als sie sich nicht in philosophischen Diskussionen verlieren, sondern beginnen, Geschichten zu erzählen.

 

In allen Kulturen, auch in der christlichen, wurden zu allen Zeiten Märchen und Geschichten erzählt, die mögliche Wege zeigten. An diesem Abend werden zwei deutsche und zwei türkische Märchen gespielt, die verdeutlichen, wie nah die Kulturen beieinander liegen. Und schließlich wird klar, dass jeder seine Wahrheit selber finden muss, in der eigenen Geschichte oder der des anderen.

 

Eingeladen sind Menschen aller Kulturen und Religionen den Abend mit uns zu verbringen. Der Eintritt ist frei, aber jeder Zuschauer soll eine Speise mitbringen, etwas zu Essen aus seiner Heimat, denn im Anschluss an die Vorstellung speisen und feiern die Schauspieler gemeinsam mit dem Publikum im Theatercafé. Und im besten Fall endet somit das Erzählen von Geschichten nicht auf der Bühne.


keine Angst vor gar nichts

Jeder von uns hat Angst vor bestimmten Dingen. Das liegt nicht am Alter: Die Angst an für sich mag sich ändern, doch los wird man sie nicht! Treu begleitet sie uns das ganze Leben und zeigt sich in vielen Gesichtern – oft unerwartet und überraschend.

 

Da gibt es zum Beispiel die "Hippopotomonstrosesquippedaliophobie" - die Angst vor langen Wörtern oder die "Glucodermaphobie"- die Angst vor Haut auf dem Kakao. Dann gibt es noch die Panophobie- die Angst vor allem und jedem......

 

Die Schauspielerinnen und Schauspieler des Theaters "vonwegen", im Alter zwischen 12 und 68 Jahren, stellen sich diesem gewaltigen Thema mit viel Heldenmut und einer großen Portion Humor.

 

Rap, Lyrik, Gesang und Tanz sind ihre Waffen im Kampf gegen den inneren Schweinehund.

 

Wie bei den letzten beiden Produktionen des Theaters "vonwegen" - Generationentheater - , schreiben und entwickeln die Theaterpädagogen das Stück zusammen mit den Darstellern und können auf diese Weise direkt "aus dem Leben schöpfen". Dadurch entsteht ein Theater, das alle Generationen anspricht.